Anlässlich des "Internationalen Tags der Menschenrechte" unterstützt Österreich das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) mit 2,5 Millionen Euro. "Der Tag der Menschenrechte bietet die Gelegenheit, daran zu erinnern, dass die Verwirklichung der Menschenrechte nicht nur ein Gebot der Menschenwürde ist. Vielmehr ist sie ein Eckpfeiler von Demokratie, Frieden und Rechtsstaatlichkeit", so Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) in einer Aussendung.

Jährlich findet der Internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember statt, an dem im Jahr 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Heuer steht er unter dem Motto "Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit für alle". Aus dem Außenministerium (BMEIA) hieß es dazu: "Dieses Jahr wird der Internationale Tag der Menschenrechte unter besorgniserregenden Vorzeichen begangen, denn sowohl der Schutz der Menschenrechte als auch die Wahrung der Rechtsstaatlichkeit stehen weltweit unter massivem Druck."

Um sich für den Schutz und die Wahrnehmung der Menschenrechte im Leben aller Menschen einzusetzen, stellen das BMEIA und die Austrian Development Agency (ADA) dem OHCHR insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der Betrag geht laut Aussendung an das Human Rights Advisers-Programm des Hochkommissariats, das aktuell an 54 verschiedenen Standorten weltweit im Einsatz ist. Mit dem Betrag werde anderen Ländern bei der Umsetzung von Menschenrechtsaspekten und bei der Stärkung ihrer nationalen Menschenrechtskapazitäten geholfen. "So leistet Österreich einen substanziellen Beitrag zur globalen Menschenrechts- und Entwicklungsarbeit."

Zivilgesellschaftliches Engagement

"Der 10. Dezember dient auch der besonderen Würdigung für den mutigen Einsatz vieler Menschenrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidiger, die weltweit oft unter schwierigsten Bedingungen und unter dem Einsatz ihres Lebens, tagtäglich einen unermesslichen Beitrag zum Schutz der Menschenrechte leisten", hob Schallenberg zudem die Wichtigkeit des zivilgesellschaftlichen Engagements zum Schutz der Menschenrechte hervor.

Und weiter: "Die in der Erklärung verankerten Grundsätze sind heute so aktuell wie 1948. Sämtliche internationale Mechanismen zur Verteidigung der Menschenrechte beruhen auf der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Sprache, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Status stehen jedem Menschen die in ihr niedergeschriebenen unveräußerlichen Rechte zu. Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen immer wieder aufs Neue verteidigt werden." (apa)