Die NVP hatte ihre Kandidatur für den Wahlkreis 1 (Linz und Umgebung) eingereicht. Für ein landesweites Antreten sind 400 Unterstützungserklärungen notwendig, in jedem der fünf Wahlkreise 80.

Die Wahlbehörde, so deren Leiter Michael Gugler, habe ein umfangreiches Informationsverfahren über diese Organisation geführt. Nach Anhörung der NVP, die eine zweiseitige Stellungnehme vorgelegt hat, habe die Wahlbehörde am Donnerstag einstimmig gegen deren Kandidatur gestimmt. Gleichzeitig wurde Anzeige bei dere Staatsanwaltschaft Linz wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Verbotsgesetz erstattet.

Gugler sieht die Entscheidung im Hinblick auf eine mögliche Anfechtung der Wahl durch die NVP gut abgesichert. In der Landeswahlbehörde sind ÖVP, SPÖ, Grüne, FPÖ und BZÖ vertreten.

In einer schriftlichen Stellungnahme als Reaktion auf die Entscheidung der Landeswahlbehörde erklärte Stephan Ruprechtsberger von der NVP, es gelte nun zunächst den Bescheid der Behörde abzuwarten. Weitere Schritte würden sodann mit dem Anwalt der Partei besprochen. "Selbstverständlich werden wir bis zum Äußersten gehen, um diese Skandalentscheidung der Wahlbehörde anzufechten."