Wien. Eltern von Kleinkindern im Alter von weniger als drei Jahren dürfen sich freuen. Künftig soll es mehr Geld vom Staat für Kinderbetreuung geben.

So sieht es zumindest die 15a-Vereinbarung des Bundes mit den Ländern vor, die am Freitag in Begutachtung geschickt wurde. Der Bund stellt 55 Millionen Euro zur Verfügung, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, erklärte Familienminister Reinhold Mitterlehner. Jährlich sollen so 5000 Betreuungsplätze geschaffen werden. Demnach stehen allein für die Jahre 2012 bis 2014 je 15 Millionen Euro und rückwirkend 10 Millionen Euro für das vergangene Jahr zur Verfügung. 75 Prozent der Zuschüsse sind für die Betreuung von unter Drei-Jährigen vorgesehen. Bis Ende 2014 soll die Betreuungsquote der Kleinsten von zuletzt 19 auf rund 28 Prozent steigen.

Kritik an Schließtagen


Erfreut über die Vereinbarung zeigte sich die grüne Familiensprecherin Daniela Musiol. Allerdings ortet sie „ein paar Problempunkte”, etwa beim geplanten Ende der sprachlichen Frühförderung. Kritik übte sie auch an den unterschiedlichen Öffnungszeiten der Kleinkinderkrippen und Kindergärten. So würden zwar in der Vereinbarung die Schließtage angesprochen - allerdings nur für die größeren Kinder. Musiol drängt daher auf österreichweit einheitliche Qualitätskriterien und fordert ein Bundesrahmengesetz.