Klagenfurt. Das vorläufige Ende der Koalition von FPK und ÖVP in Kärnten nach der erstinstanzlichen Verurteilung von Landeshauptmann-Stellvertreter Uwe Scheuch hat am Freitag die ersten realpolitischen Konsequenzen gebracht. Entgegen dem ursprünglichen Koalitionsplan wird das Landesbudget 2012 kommende Woche weder in der Regierung vorgelegt, noch wird die geplante Budgeteinbegleitung am Donnerstag im Landtag stattfinden.

"Es gibt keinen Budgetbeschluss, weil es keine Koalition gibt", meinte ÖVP-Chef Josef Martinz. Wie es in der Landesbudgetfrage weitergeht, ist offen, nachdem die Schwarzen zuletzt das Spiel der freien Kräfte im Landtag ausgerufen hatten. Kritik an der ÖVP übte Finanzlandesrat Harald Dobernig (FPK): Das Budget sei seit einem Monat "komplett ausverhandelt", nun "traue sich die ÖVP nicht, bereits Besprochenes zu beschließen". Das Land habe aber mit einem Budgetbeschluss noch bis Dezember Zeit, sagte Dobernig.