Klagenfurt. Seit mehr als einem Jahr liegen die Hypo Alpe Adria Bank und der ehemalige steirische BZÖ-Politiker Harald Fischl einander in den Haaren. Gestritten wird um eine Marina und ein Hotel im kroatischen Novigrad. Vergangene Woche wurde laut "Standard" das Hotel "blitzartig" geschlossen. Angeblich habe Fischl das Hotel illegal betrieben, so Hypo Alpe Adria.

Die Hypo-Leasing hat den Jachthafen und das Hotel finanziert, im Vorjahr übernahm Fischl die Anteile. Die Konzession für die Marina blieb laut Behördenentscheidung aber bei der Bank, was Fischl anders sah. Für den Betrieb von Hafen und Hotel ist die Konzession notwendig, offenbar griffen die Behörden vergangenen Freitag deshalb durch und schlossen das Hotel, das ja von einer Fischl-Gesellschaft betrieben wird.

Für die Hypo geht es um 21 Mio. Euro, man habe sich mit Fischl darauf geeinigt, ihm die Konzession zu übertragen, damit er die Geschäfte weiterbetreiben und die Kredite bedienen kann. Ob dabei ein Schuldennachlass vereinbart wurde, ist nicht bekannt, offen ist derzeit auch, ob die Zwangsschließung die Einigung zwischen der Bank und dem Unternehmer noch gefährden kann.