Wien. Sie sehen Didi Mateschitz als großes Vorbild, verbringen viel Zeit in Facebook, wollen heiraten und Kinder: So ticken Österreichs Jugendliche laut der Studie "Jugend Trend-Monitor 2011", welche die Veranstaltungsagentur DocLX am Donnerstag vorstellte.

Didi Mateschitz, das Idol
Unternehmer und Red Bull-Boss Didi Mateschitz wurde am häufigsten von Österreichs Jugendlichen als Vorbild oder Idol genannt. Alex Knechtsberger, Inhaber von DocLX, kann sich dieses Ergebnis nur damit erklären, dass Mateschitz auch im Ausland Erfolg hat und dass sich die Jugendlichen mit seinem bekanntesten Produkt "Red Bull" identifizieren können.

Von wegen Generation no future: Knapp die Hälfte der berufstätigen Jugendlichen geben an, bereits ihren Traumjob gefunden zu haben. Österreichs Jugendliche würden Überstunden, weniger Freizeit und verkürzte Zeit mit der Familie in Kauf nehmen, um beruflich erfolgreich zu sein.

Zeit mit Freunden zu verbringen ist für die große Mehrheit (95,3 Prozent) der Befragten wichtig. Das tun sie auch via Social Media: Drei von Vier Befragten verbringen täglich Zeit auf Facebook. Die Jugendlichen geben an, sich trotz hoher Facebook-Nutzung nach wie vor oft persönlich mit ihren Freunden zu treffen. Das Thema Gesundheit ist für die Jugendlichen ebenfalls wichtig: Rauchen liegt mit nur 24,3 Prozent nicht mehr im Trend.

Konservatives Lebensmodell
Die Ergebnisse zeigen - ähnlich wie eine frühere Studie des Familienministeriums - dass Österreichs Jugend ein überraschend traditionelles Wertebild verfolgt: 77,4 Prozent der Befragten wollen heiraten und auch der Kinderwunsch ist stark ausgeprägt: Fast 9 von 10 Befragten wünschen sich Nachwuchs. Und auch die Studie "Jugendmonitor" des Familienministeriums zeigte: Drei Viertel wollen eine eigene Familie.

Bei der Studie "Jugend Trend-Monitor 2011", die heuer zum ersten Mal durchgeführt wurde, wurden 6000 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Österreich zwischen 14 und 29 Jahren befragt. Die Studie umfasste 34 Fragen und wurde online durchgeführt. Sie soll in Zukunft zwei Mal pro Jahr durchgeführt werden.