Wien. Kaum legten sich die Wellen aufgrund des Angriffs auf die Tiroler Krankenkasse, veröffentlichte Anonymous am Mittwochabend neuerlich Daten via ihres Twitteraccounts. Die Seiten waren allerdings nach nur wenigen Minuten nicht länger erreichbar.

Betroffenen waren offenbar alte Daten von Ministerien, eine Umfrage der Stadt Wien oder auch das Strahlenregister. Das Material dürfte aber nicht die Brisanz haben, wie jenes der Tiroler Krankenkasse, das am Mittwoch in der Früh geleakt worden ist.

Anonymous dürfte die alten Daten durch Internetrecherche bekommen haben. "Das findet man durch eine einfache Suche bei Google", schrieben sie in Twitter.

Seit Juli hat es in Österreich damit bereits sieben Hacker-Attacken von Anonymous gegeben:

1. Juli 2011: Die Internetseiten der SPÖ und der FPÖ werden gehackt. Statt der Startseite der SPÖ ist das Logo von Anonymous zu sehen. Auch die Seite der FPÖ ist nicht erreichbar.

11. Juli 2011: Die FPÖ-Seite wird erneut gekapert.

22. Juli 2011: Diesmal werden die GIS-Seiten (Gebühren Info Service) gehackt. Außerdem publiziert Anonymous private Adressen inklusive Geburtsdaten von ORF-Gebührenzahlern aus den Reihen der Polizei und des Innenministeriums.

28. Juli 2011: Die Grünen sind nun Opfer der Hacker. Allerdings distanziert sich der Anonymous-Ableger AnonAustria vom Angriff.

26. September 2011: AnonAustria, stellt die Daten von rund 25.000 Polizisten ins Netz. Sie stammen von einem polizeinahen Verein.

28. September 2011: Die Web-Rebellen veröffentlichen die Daten der Versicherten der Tiroler Krankenkasse. Am Abend werden dazu alte Datensätze aus Ministerien veröffentlicht.