Wien. Die von Sozialminister Rudolf Hundestorfer und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz gewünschte Verbesserung der Betreuung von Personen mit Migrationshintergrund beim Arbeitsmarktservice (AMS) soll am Dienstag die Hürde im Ministerrat nehmen. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag des Sozialministers wird am Dienstag in der Regierungssitzung eingebracht werden, ab Jänner soll die Neuerung wirksam werden, bestätigte man im Sozialministerium gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht der ORF-"ZiB".

Mit der Neuerung - Kurz nennt sie "Migrantenindex", Hundstorfer spricht von "speziellen Betreuungsangeboten" - soll neben der bereits bestehenden Erfassung von Geschlecht, Alter und Staatsbürgerschaft auch zwischen Staatsbürgern mit und ohne Migrationshintergrund unterschieden werden. Erhoben werden kann damit künftig, ob jemand mit österreichischer Staatsbürgerschaft selbst im Ausland geboren wurde, oder zumindest einer der beiden Elternteile des Betroffenen. Ziel ist eine bessere Förderung und Betreuung von Menschen mit Migrationshintergrund. Zusätzliches Geld gibt es für die Maßnahme keines.

 Coaches sollen Jugendliche unterstützen

Anders sieht die Situation hingegen bei der Lehrlingsausbildung aus. Wirtschafts- und Sozialministerium investieren nun 10 Millionen Euro in die Lehrlingsausbildung. Sogenannte Coaches sollen die Jugendlichen unterstützen.  "Wir versuchen jetzt mit einem weiteren Programm gerade in Wien, Niederösterreich und der Steiermark gegenzusteuern", so  Sozialminister Hundstorfer in der "Zeit im Bild". Die Jugendcoaches sollen in die Schulen gehen und die Jugendlichen bei der Lehrstellensuche und dann später im Betrieb unterstützen. Derzeit kommen 7.035 Suchende auf 4.991 Lehrstellen. Das liegt auch daran, dass sich viele auf das gleiche Berufsbild konzentrieren, etwa Automechaniker oder Einzelhandelskauffrau. Oft machen den Jugendlichen auch mangelnde Deutsch- und Rechenkenntnisse zu schaffen.