Wien. Die Staatsanwaltschaft vermutet in der Causa Buwog, dass das Liechtensteiner Konto "400.815", auf dem ein Drittel der Buwog- und Porr-Provision gelandet war, Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser zuzurechnen ist. Das berichtet "Format".

Das Magazin zitiert aus einer Stellungnahme der Zentralen Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption vom 6. Oktober, in der die Anklagebehörde zum Antrag von Grassers Anwalt Manfred Ainedter auf Einstellung des Verfahrens Stellung nimmt. Darin werden die bisher vorliegenden Verdachtsmomente in den seit Herbst 2009 laufenden Ermittlungen zusammengefasst. Grasser wird des "Verbrechens der Geschenkannahme durch Beamte" verdächtigt. Walter Meischberger, Peter Hochegger und Ernst Karl Plech wird jeweils Beihilfe an der mutmaßlichen Ministerbestechung vorgeworfen. 2012 könnte es einen Prozess geben.

Untermauert werde der Verdacht durch Geldflüsse und Kontobewegungen: Meischberger hatte die Provision für die Buwog-Wohnungen von Zypern über Umwege nach Liechtenstein bringen lassen und auf drei Konten aufgeteilt: "Natalie" (2.192.961 Euro), "Karin" (2.506.462 Euro) und "400.815" (2.506.461 Euro). Meischberger beteuert, alle drei Konten hätten ihm gehört, allerdings soll das Konto "Karin" von Plech eröffnet worden sein. Grasser hat stets alle Vorwürfe zurückgewiesen.