Wien. (zaw/apa) Rund 8,43 Millionen Männer und Frauen lebten zum Stichtag 31. Oktober 2011 in Österreich. Damit hat sich die Bevölkerungszahl laut Statistik Austria seit 2001 um fast 400.000 (fünf Prozent) erhöht. Alleine die Zahl der Migranten stieg dabei um 250.000.

Die Zahl der in Österreich lebenden Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit hat sich im Vergleich zu 2001 um 35 Prozent auf 957.000 Personen erhöht, wobei die Deutschen mit rund 152.000 Personen die größte Zuwanderergruppe darstellen. Den größten Anteil an ausländischen Bürgern verzeichnete Wien mit 22 Prozent, gefolgt von Vorarlberg (13,3 Prozent) und Salzburg (13,1 Prozent).

Mit Ausnahme Kärntens verzeichneten alle Bundesländer ein Bevölkerungsplus. Die stärksten Zuwächse gab es in Ballungszentren, in inneralpinen und peripheren Gebieten ging die Einwohnerzahl hingegen zurück. Unter den Landeshauptstädten steht Graz mit einem Plus von 16,8 Prozent an der Spitze, gefolgt von Eisenstadt (plus 16 Prozent) und Wien.

Bis 2020 wird die Bevölkerung Österreichs laut Prognosen 9,1 Millionen betragen, ohne Migration aber nur 8,3 Millionen.

Unterschiedliches Wachstum in der EU

Während in Österreich die Bevölkerung in den letzten zehn Jahren um 5 Prozent wuchs, stieg die Zahl in der EU laut Eurostat nur um 3,8 Prozent von 483 auf 502 Millionen. Der europäische Zuwachs geht in erster Linie auf ein überdurchschnittliches Ansteigen der Bevölkerungszahlen in den großen westeuropäischen Staaten Spanien (+14 Prozent auf 46 Millionen), Frankreich (+6,7 Prozent auf 65 Millionen), Italien (+6,3 Prozent auf 60 Millionen) und Großbritannien (+5,7 Prozent auf 62 Millionen) zurück.

Im Gegensatz dazu sank die Bevölkerung in Deutschland seit 2001 um 600.000 auf 81,7 Millionen. Dennoch bleibt die Bundesrepublik das bevölkerungsreichste EU-Land. Von einer negativen Entwicklung sind vor allem auch die EU-Staaten in Mittel- und Osteuropa betroffen. Hier konnte lediglich die Tschechische Republik ihre Bevölkerungszahl erhöhen, während etwa jene Rumäniens um eine Million auf 21,4 Millionen sank.