Die Reaktionen auf den Rücktritt des Kärntner ÖVP-Chefs Josef Martinz als Landesrat fielen wie erwartet unterschiedlich aus.

So meinte der SPÖ-Landesparteivorsitzende Peter Kaiser, durch den Rücktritt "orte ich bei der ÖVP zumindest eine andere Qualität von Verantwortungswahrnehmung als bei FPK-Obmann Scheuch, der trotz einer erstinstanzlichen Verurteilung an seinem Amt festhält". Kaiser sprach sich abermals für Neuwahlen in Kärnten aus -schließlich liege der Neuwahlantrag der SPÖ schon seit einem Jahr auf dem Tisch. Ähnlich der Grüne Rolf Holub: Martinz’ Rücktritt sei "längst überfällig, aber insgesamt zu wenig", sagte er und forderte auch dessen Rückzug als ÖVP-Landeschef. Sein Nachfolger als Landesrat, Achill Rumpold, sei genauso in die Birnbacher-Causa verstrickt gewesen, sagte Holub. Auch BZÖ-Bundesobmann Josef Bucher verlangte sofortige Neuwahlen in Kärnten. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache tat das freilich nicht, bezeichnete aber dennoch Martinz als "sehr erfolglosen ÖVP-Politiker".

Auch der Kärntner FPK-Obmann Uwe Scheuch lehnte Neuwahlen ab: "Wir haben stabile politische Verhältnisse und eine funktionierende Koalition." Er müsse den Schritt von Martinz zur Kenntnis nehmen, bedauere ihn aber, sagte Scheuch.

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