Wien. Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat am Donnerstag eine Fachkräfteverordnung in Begutachtung geschickt. Damit soll für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten aus 25 Berufen, in denen in Österreich ein Mangel besteht, eine erleichterte Zuwanderung gelten. Der Sozialminister rechnet damit, dass rund 500 Fachkräfte über diese Schiene nach Österreich kommen werden. Hundstorfer sieht darin eine "gute Lösung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken". Seit dem Inkrafttreten der Rot-Weiß-Rot-Karte vor zehn Monaten habe sich die Zahl der qualifizierten Zuwanderer aus Drittstaaten bereits auf 1311 verdoppelt, teilte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner mit. Im Rahmen des neuen Modells gibt es ein flexibles Punktesystem für drei Zuwanderer-Gruppen, um den Bedarf der Wirtschaft in alle Richtungen - besonders Hochqualifizierte, Fachkräfte in Mangelberufen und Schlüsselkräfte - abdecken zu können.

Die Liste Hundstorfers mit 25 Mangelberufen - darunter Fräser, Schlosser, Dachdecker, Bauspengler, Bautischler, Werkzeugmacher, Diplomingenieure für Maschinenbau, Starkstromtechniker, Platten- und Fliesenleger, Techniker für Datenverarbeitung - gilt nur für das heurige Jahr. Für 2013 soll im Herbst eine neue Liste erstellt werden.