Klagenfurt. Ein hochrangiger Kärntner Landesbediensteter ist wegen des Verdachts der Wiederbetätigung ins Visier der Justiz geraten. Der Mann soll sich bei einer Geburtstagsfeier im Amt der Landesregierung als Hitler-Darsteller produziert und einschlägige Lieder gesungen haben, wie die "Kleine Zeitung" in ihrer Mittwoch-Ausgabe berichtet. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Gottfried Kranz, bestätigte auf APA-Anfrage die Ermittlungen.

"Die Ermittlungen gehen in Richtung Verbotsgesetz", sagte Kranz. Die Anzeige gegen den Mann, der auch freiheitlicher Kommunalpolitiker ist, war am Freitag bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt eingelangt. Landesamtsdirektor Dieter Platzer meinte gegenüber der APA: "Nachdem mir eine vom Obmann der Personalvertretung unterschriebene Schilderung des Sachverhalts vorgelegt worden ist, musste ich nach der Strafprozessordnung diese unverzüglich an die Staatsanwaltschaft weiterleiten."

Laut dem Personalvertreter soll der Mann unter anderem im Stechschritt durch den Raum marschiert sein und "Ich kapituliere nicht!" gerufen haben. Für die anderen Mitarbeiter sei jedenfalls nicht ersichtlich gewesen, dass es sich um eine Parodie hätte handeln können. Aus der Landesregierung war am Mittwoch zu hören, dass der Betroffene sämtliche Vorwürfe kategorisch bestreitet und seinerseits rechtliche Schritte gegen den Personalvertreter einleiten wolle. Eine Anzeige wegen Verleumdung stehe im Raum, hieß es.