Wien. Eine rasche Neugestaltung des Sachwalterschaftsrechts forderte am Montag der ÖVP-Seniorenbund. Kritik übte Bundesobmann-Stellvertreterin Gertrude Aubauer an den bestehenden Regelungen, die laut Volksanwältin Getrude Brinek (ÖVP) zu einer stetig wachsenden Beschwerdezahl führe. Als Alternative präsentierte Aubauer in einer Pressekonferenz eine sogenannte Alterswohlfahrt, die vor allem dem Besachwalteten und dessen Angehörigen mehr Mitspracherecht einräumen würde.

Neben der Neugestaltung der Sachwalterschaft, forderte Aubauer die Einrichtung von "Alterswohlfahrt"-Beratungsstellen in wohnnahen Büros. Menschen sollten sich in allen Angelegenheiten, die eine Einschränkung der selbständigen Lebensführung oder Entscheidungsfähigkeit bedeuten, an diese wenden können. Wichtig sei die Verknüpfung der Bereiche Gesundheit, Pflege und Sachwalterschaft sowie der Berufssparten Rechtsanwälte, Seniorentrainer, Erwachsenenbildner und Psychologen.