Wien. Der Anteil der ausländischen Studierenden an heimischen Hochschulen ist weiter im Steigen begriffen, er beträgt bereits 21 Prozent. In absoluten Zahlen (65.000) hat sich im Zeitraum zwischen 2002 und dem Wintersemester 2010/11 eine Verdoppelung ergeben, wie aus einem Bericht über die soziale Lage der Studierenden hervorgeht, den das Wissenschaftsministerium dem Nationalrat vorgelegt hat.

Doch auch die Zahl der inländischen Studierenden ist im Steigen begriffen, im Jahr 2009 stieg sie sogar um 13 Prozent. Gleichzeitig wurde ein Rückgang von Anträgen auf Studienbeihilfe verzeichnet, woraus das Ministerium schließt, dass sich der Wegfall der Studiengebühren nicht in einem Zustrom von Studierenden aus sozial schwächeren Schichten niedergeschlagen hat.

Der Sozialerhebung (Sample: 44.000) zufolge gab es dennoch eine leichte Verschiebung in Richtung sozialer Egalität, auch wenn nach wie vor auf einen Studierenden aus einer Arbeiterfamilie vier Studenten kommen, deren Eltern Akademiker sind. Im Wintersemester 10/11 studierten 315.000 an Hochschulen, davon 84 Prozent an Universitäten und 12 Prozent an Fachhochschulen, der Frauenanteil lag bei 54 Prozent.

Etwa 62 Prozent der Studierenden sind erwerbstätig, allerdings gaben mehr als die Hälfte der Studenten an, dass Studium und Erwerbstätigkeit eher schlecht vereinbar sind. Das mittlere Gesamtbudget von Studierenden liegt mit rund 1000 Euro deutlich unter der Armutsgrenze.