Wien. Dass mit Stefan Markowitz zuletzt ein weiterer (nunmehr ex-) BZÖler zu Frank Stronach gewechselt ist, hat laut BZÖ-Chef Josef Bucher "keine Auswirkungen auf die Qualität der parlamentarischen Arbeit" seiner Fraktion, wie er am Mittwoch betonte. Den seit Tagen laufenden medialen Schlagabtausch mit dem Milliardär setzte er mit einer Gegenfrage fort: Er, Bucher, nehme den "Privatkrieg gegen Stronach gerne auf".

"Stronach konnte nicht verkraften, dass ich der erste Mensch war, der auf sein Geld verzichtete - das hat er noch nie erlebt", goss der Bündnisobmann weiter Öl ins Feuer. Zuerst habe Stronach "Pferde gekauft, dann Fußballer, dann Politiker - das geht nicht", so Bucher. "Stronach hat ja sogar bestätigen müssen, mir 500.000 Euro geboten zu haben." Die vom BZÖ abgeworbenen Abgeordneten seien "keine Größen, sondern Söldner", meinte er.

Indes könnte der von den fünf Ex-Orangen im Team Stronach beantragte Parlamentsklub den nächsten Zuwachs erfahren. Ex-SPÖ-Mandatar Gerhard Köfer, der für Stronach ein Team in Kärnten aufbaut, hat am Mittwoch erklärt, er schließe einen Beitritt nicht aus. Eine Entscheidung soll nächste Woche fallen.