Wien. Mit 7631 geschlossenen Ehen waren im Jahr 2011 knapp ein Fünftel (21 Prozent) der rund 36.400 Trauungen in Österreich binational. Die meisten wurden dabei zwischen Österreichern und Deutschen geschlossen. Das stellte die Medienservicestelle neue ÖsterreicherInnen fest.

Bei österreichischen Männern belegen deutsche Frauen mit insgesamt 796 geschlossenen Ehen den ersten Platz, gefolgt von Frauen serbischer Nationalität (387), Rumäninnen (328), Frauen aus Bosnien-Herzegowina (268) und Kroatinnen (207). In fast allen Bundesländern dominieren die deutschen Frauen, außer in Wien und im Burgenland: Ungarinnen werden im Burgenland bevorzugt, in Wien belegen Serbinnen (256) den ersten Rang.

Türken auf Platz zwei

Auch bei Österreicherinnen geht der Trend zum deutschen Ehepartner: 2011 gab es 552 Trauungen mit deutschen Bräutigamen. Binationale Ehen mit türkischen Staatsbürgern sind mit 340 Ehelichungen etwas abgeschlagen auf Rang zwei, dicht gefolgt von 300 binational geschlossenen Ehen mit Männern aus Bosnien-Herzegowina. Italiener sind in Kärnten (5) und Tirol (23) sehr gefragt und belegen dort jeweils Platz drei. Die Vorlieben der Wienerinnen folgen nicht dem allgemeinen österreichweiten Trend: Hier stehen serbische Ehemänner mit 193 eingegangenen Ehen an erster Stelle, gefolgt von Türken (152) und Deutschen (104).

Ehen zwischen österreichischem Bräutigam und ausländischer Braut sind deutlich häufiger (63 Prozent) als umgekehrt (37 Prozent). Mit 2433 binationalen Eheschließungen (35,4 Prozent) gab es 2011 in Wien die meisten Hochzeiten zwischen österreichischen Staatsangehörigen und Zuwanderern.