Einen veritablen vorweihnachtlichen Streit liefern sich ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf und die Initiatoren des Demokratievolksbegehrens, Johannes Voggenhuber und Erhard Busek. Letztere hatten das von Kopf mit SPÖ-Klubchef Josef Cap vorgelegte Demokratiepaket als "lächerlich" kritisiert, was Kopf zu einem geharnischten offenen Brief veranlasste. Darin schreibt er: "Wissen Sie, was ich lächerlich finde? Das stete Kommentieren gegenwärtiger Politik durch gestrige politische Akteure. Meine Herren, Sie hatten Ihre Chance, aber Sie waren zu Ihrer Zeit geradezu Paradebeispiele für Politikerkarrieren, wie Sie sie heute kritisieren."

Das ließ Voggenhuber nicht auf sich sitzen: "Ich verbitte mir, dass Sie ihre Politik mit meiner in einem Atemzug nennen", schrieb er zurück. "Ja ich hatte ,meine Chance‘. Und ich habe sie genutzt", als Stadtrat in Salzburg, Nationalratsabgeordneter und EU-Mandatar. Und er blieb dabei: Das Demokratiepaket der Regierung sei eine "Verhöhnung aller Bürgerinnen und Bürger".