Wien. Das Team Stronach wird bei der niederösterreichischen Landtagswahl am 3. März 2013 kandidieren. "Ja, wir treten in Niederösterreich an. Ich werde mich als Spitzenkandidat voll engagieren, aber nicht in den Landtag einziehen. Mein großes Ziel bleibt nach wie vor die Bundesebene", hat Parteigründer Frank Stronach nun in einer Aussendung erklärt. "Das ist typisch für den Herrn Stronach - in Kanada residieren, aber in Niederösterreich kandidieren wollen", meinte dazu ÖVP-Landesgeschäftsführer Gerhard Karner im Namen seiner mit absoluter Mehrheit regierenden Partei.

Fix im blau-gelben Team Stronach ist laut der Aussendung Ernst Gabmann junior, der Sohn des langjährigen und gleichnamigen ÖVP-Landeshauptmann-Stellvertreters. Ob Karin Prokop, Tochter der verstorbenen Innenministerin Liese Prokop, die ebenfalls Landes-Vize war, antreten wird, stehe noch nicht fest. Vize-Parteichef Robert Lugar: "Es hat zuletzt sehr viele Anfeindungen aus den Reihen der ÖVP gegen Karin gegeben. Wir wollen sie etwas aus der Schusslinie nehmen."

"Keine Kampfansage


gegen Erwin Pröll"


Frank Stronach wolle sein Antreten in Niederösterreich "nicht als Kampfansage gegen Erwin Pröll verstanden wissen", hieß es in der Aussendung weiter. "Wir können nur gemeinsam etwas bewegen, wenn wir das Land wieder auf einen guten Kurs bringen wollen." Stronach biete Erwin Pröll seine volle Unterstützung in wirtschaftlichen Fragen an. "Wenn man sich die ganzen Malversationen in Niederösterreich ansieht, dann sieht man eindeutig, dass hier Handlungsbedarf besteht."

"Das lässt tief blicken und nichts Gutes erwarten. Denn im täglichen Leben ist Stronach nie da, wie er auch selbst sagt und gar nicht in den Landtag will. Wer nie da ist, ist auch für die Bevölkerung nie da", sagte dazu Karner. Und: "Die Kandidatur des Herrn Stronach entspringt einem tiefen Wunsch der SPÖ-Führung, die interveniert hat, um ihn zur Kandidatur zu bewegen."