Wien. Im Jahr 2012 waren rund 17,7 Prozent der hiesigen Bevölkerung ausländischer Herkunft (rund 1,5 Millionen). Am höchsten war ihr Anteil in Wien (39,6 Prozent), gefolgt von Oberösterreich (13,2 Prozent) und Niederösterreich (12,6 Prozent). Diese und noch weitere Zahlen listete der Österreichische Integrationsfonds in der neuen Broschüre "migration & integration in den Bundesländern" auf.

Unter den Personen ausländischer Herkunft belegen die drei ersten Plätze nach wie vor Zuwanderer aus Deutschland (226.900), Serbien, Montenegro und Kosovo (208.900) und der Türkei (185.600). Daran dürfte sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern, denn aus den ersten beiden Staaten kommen auch besonders viele Neuzuwanderer.

Von den 130.200 Zuzügen im Jahr 2011 entfielen die meisten auf deutsche Staatsbürger (18.000), gefolgt von Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien (ohne Slowenien). 55 Prozent der Zuwanderer stammten aus der EU und der Schweiz. Die Netto-Zuwanderung betrug 35.600, da auch 94.600 Personen wegzogen.

Am geburtenfreudigsten sind türkisch-stämmige Frauen, die 2011 2,28 Kinder zur Welt brachten, 1,95 waren es bei Müttern aus dem ehemaligen Jugoslawien. Frauen aus der EU brachten 1,46 Kinder zur Welt, Mütter österreichischer Herkunft 1,32. Gleichzeitig verdienten österreichische Staatsbürger im Jahr 2010 mit rund 22.500 Euro deutlich mehr als Ausländer (18.361 Euro). EU-Staatsbürger kamen dabei auf 21.857 Euro, Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien (außer Slowenien) und der Türkei auf 17.652 beziehungsweise 17.526 Euro. Die Arbeitslosenquote lag bei ausländischen Staatsbürgern (9,4 Prozent) höher als bei Einheimischen (6,3 Prozent).