Eccher glaubt nicht, dass FPÖ Schaden nimmt. - © apa/Fohringer
Eccher glaubt nicht, dass FPÖ Schaden nimmt. - © apa/Fohringer

Wien/Bregenz. Die Vorarlberger FPÖ wird das Dienstverhältnis mit ihrem langjährigen Landesgeschäftsführer Arno Eccher auflösen. Nachdem die Staatsanwaltschaft Wien aufgrund von Vorkommnissen während seiner Zeit als FPÖ-Bundesgeschäftsführer im Jahr 2004 Anklage gegen Eccher erhebe, werde man sich einvernehmlich trennen, informierte FPÖ-Landesparteiobmann Dieter Egger am Donnerstag.

Eccher (51) erklärte, dass die Trennung "in seinem Sinne sei, das war so vereinbart". Zu den Vorwürfen selbst könne er sich nicht äußern, außer: "Ich bin sehr verwundert." Er werde sich "ordentlich wehren".

Ecchers Anklage steht laut Medienberichten in Zusammenhang mit der Causa Rumpold. Eccher soll als damaliger Bundesgeschäftsführer gemeinsam mit weiteren Ex-FPÖ-Funktionären und Ex-Telekom-Vorstand Rudolf Fischer sowie einem Telekom-Großkundenbetreuer Scheingeschäfte zugunsten der Partei getätigt haben. Gegen ihn wird wegen Untreue ermittelt. So sollen im Vorfeld des EU-Wahlkampfs 2004 von der Telekom "ohne adäquate Gegenleistung" 600.000 Euro an die Agentur des früheren FPÖ-Werbers Gernot Rumpold geflossen sein. Dieser habe im Gegenzug auf offene Forderungen seiner Gesellschaft gegenüber der FPÖ verzichtet, weshalb illegale Parteienfinanzierung vermutet wird. Zudem sollen mehrere Angeklagte 2012 im Korruptions-U-Ausschuss falsche Angaben dazu gemacht haben.