Es gäbe eine Wartefrist. Wir sagen, die sollte auf keinen Fall länger als sechs Monate betragen. Wenn Leute ohne Chance auf Asyl hier sind, ist der Antrag erfahrungsgemäß in dieser Zeit entschieden. Ich glaube daher nicht, dass hier ein Anreiz geschaffen werden würde. Und: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.

Warum braucht Österreich SOS Mitmensch auch weiterhin?

Weil es eine starke Stimme gegen Rassismus und für die Rechte von Flüchtlingen braucht. Eine starke Stimme, die auch nicht populistische Positionen in der Integrationsdebatte vertritt, die sich nicht nur zu Wort meldet, sondern sich auch für Veränderungen einsetzt.

Wird es bei der Matinee am Sonntag eine Überraschung geben?

Was ich schon verraten kann, ist, dass auch die Flüchtlingsproteste ein Thema sein werden. Weil wir das schon für einen Meilenstein in der zivilgesellschaftlichen Entwicklung halten, wenn erstmals nicht nur für Flüchtlinge gesprochen wird, sondern dass Flüchtlinge sich selbst für ihre und die Anliegen von anderen Flüchtlingen starkmachen.

www.sosmitmensch.at