Wien. Der mit dem kommenden Wintersemester startende Testlauf zur Studienplatzfinanzierung in den Studienfeldern Architektur, Biologie, Informatik, Pharmazie und Wirtschaftswissenschaften bringt für Studienwerber zahlreiche Neuigkeiten. Die Unis haben sich zwar auf je nach Studienfeld einheitliche Fristen und Aufnahmeverfahren geeinigt - im Detail wird die Sache aber unübersichtlich. So sind die für die Lehre zuständigen Vizerektoren etwa nicht sicher, ob es aufgrund der nun vorgesehenen Anmeldeverfahren und der hohen Zahl an mindestens anzubietenden Studienplätzen überhaupt Aufnahmeprüfungen geben wird. Außerdem machen nicht alle Unis in allen Fächern mit.

Klar sind einmal die Fristen: Wer im kommenden Studienjahr ein Studium in den betroffenen Fächern beginnen will, muss sich grundsätzlich bereits im Frühjahr bzw. Sommer dafür registrieren. Einige Unis werden aber nicht in allen möglichen Fächern zu Aufnahmeverfahren greifen: Die Uni Salzburg verzichtet voraussichtlich ganz darauf, die Unis Linz, Klagenfurt und Innsbruck sehen in der Informatik, der Biologie und Pharmazie davon ab, hieß es in einem Hintergrundgespräch der Universitätenkonferenz (uniko) am Montag Abend.

Anmeldefrist startet einheitlich am 15. April
Die Anmeldefrist für alle Studien mit Aufnahmeverfahren startet einheitlich am 15. April und endet für die Wirtschaftswissenschaften am 31. Mai, für die Architektur am 14. Juni und für alle anderen Fächer am 2. August. Das gilt auch für jene Studieninteressierten, die erst im Sommersemester 2014 an der Uni anfangen wollen. Ein Maturazeugnis ist weder für die Anmeldung noch für die Teilnahme an der Aufnahmeprüfung erforderlich.

Die Anmeldeverfahren nach der an allen Unis nötigen Online-Registrierung sind immer zweistufig: Zunächst ist - je nach Uni unterschiedlich - entweder ein elektronischer Self-Assessment-Test (SAT) zu absolvieren oder ein Motivationsschreiben zu verfassen, das ebenfalls online zu erstellen ist. Deren Ergebnisse haben keinen Einfluss auf das weitere Verfahren - "außer jemand macht einen kompletten Schwachsinn und kopiert ein Kochrezept hinein", so die Vizerektorin der Wirtschaftsuniversität (WU), Edith Littich. Zweck der Übung sei es, dass die Studienwerber zunächst einmal über ihre Studienwahl reflektieren.

Ab jetzt wird es kompliziert
Haben sich an einer Uni weniger Studienanfänger registriert als die gesetzlich festgelegte Zahl an Studienplätzen, können die Plätze von Studenten aufgefüllt werden, die an einer anderen Uni keinen Platz bekommen haben. Dazu gibt es dann im Anschluss an die Registrierungsfrist eine "Nachregistrierungspflicht".