Rössler: "Jenseits der kühnsten Träume"

Ein möglicher Partner für die Volkspartei könnten die Grünen werden, die mit 20 Prozent der Stimmen ihr Ergebnis von 2009 beinahe verdreifachen konnten. Spitzenkandidatin Astrid Rössler Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zum Finanzskandal, deren Wahlziel eine Verdoppelung der Stimmen gewesen war, sprach von einem Ergebnis "jenseits der kühnsten Träume" und zeigte sich "sprachlos über den Gewinn." Und weiter: "Wir sind durch viele Täler gegangen. Das war jetzt ein Höhenflug, der nicht planbar ist." Demütig vor dem Wähler gab sich Bundessprecherin Eva Glawischnig. Gleichzeitig hielt sie mit ihren Gefühlen nicht hinter dem Berg: "Ich kann es noch gar nicht fassen, ich habe noch nie in Leben einen so schönen Wahlabend erlebt", meinte sie zur APA. Auch mit Blick auf die Nationalratswahl sah sie sich "massivst bestärkt".

FPÖ, Team Stronach zufrieden

Auch die FPÖ konnte einen Zugewinn verzeichnen, wenn auch nur einen kleinen. Für Generalsekretär Herbert Kickl war das dennoch ein Zeichen, dass sich die FPÖ "nach dem Sinkflug in Niederösterreich und dem Gleitflug in Tirol nun wieder im Steigflug" befinde. Spitzenkandidat Karl Schnell zeigte sich erfreut über die Zugewinne. Und der Obmann der Freiheitlichen, Heinz-Christian Strache, meinte, das Plus sei "keine Selbstverständlichkeit". Er blickt ebenfalls auf die Nationalratswahl im Herbst und sieht bereits die letzte Stunde von Werner Faymann als Kanzler geschlagen.

Nach dem Debakel in Tirol, wo man den Einzug in den Landtag nach internen Querelen verpasst hat, konnte das Team Stronach diesmal ein besseres Ergebnis vorweisen und wird mit drei Mandataren in den Landtag einziehen. Spitzenkandidat Hans Mayr zeigte sich davon nicht wirklich überrascht: "Ich war sehr optimistisch, den Einzug in den Landtag zu schaffen, sonst wäre ich nicht diesen Weg gegangen", sagte er. Und Robert Lugar, Klubchef des Teams im Nationalrat, sprach von einem "großartigen Ergebnis". Frank Stronach selbst meldete sich wie schon bei den vergangenen Wahlen nicht zu Wort.