Auch mit Blick auf die Zukunft brachte die ATV-Umfrage Erhellendes: 23 Prozent der Befragten wünschen sich nach der Wahl eine ÖVP-Führung, 19 Prozent eine SPÖ-Führung, aber - und dieser Wunsch wird angesichts des Wahlergebnisses wohl nicht erfüllt - 40 Prozent der Befragten wollen weder das eine noch das andere. Was die Koalitionsvarianten angeht, da klingen die Wünsche schon realistischer: Spitzenreiter ist mit 21 Prozent Schwarz-Grün (diese beiden Parteien haben nach dem Sonntag zusammen 18 Mandate, also genau die Hälfte der Landtagssitze), 19 Prozent wünschen sich Rot-Grün (das ist mit 16 Mandaten nicht nur instabil, sondern auch höchst unwahrscheinlich). Nur elf Prozent wünschen sich Rot-Schwarz (die mit 20 Mandaten stabilste Variante), diese Koalition hat nur zwei Prozentpunkte mehr Zustimmung als Schwarz-Blau. Am Schluss der Liste rangiert Rot-Blau mit fünf Prozent.

Analog zu diesen Ergebnissen stellt sich auch die Landeshauptmann-Frage bei ATV dar: 43 Prozent wollen Wilfried Haslauer als Landeshauptmann, 41 Prozent den SPÖ-Bürgermeister der Stadt Salzburg, Heinz Schaden, 39 Prozent die bereits zurückgetretene Gabi Burgstaller und - immerhin - noch 25 Prozent Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz. Die Schuld für den Finanzskandal sehen in dieser Umfrage 49 Prozent bei der bisherigen Landesregierung. Aber diese wurde jetzt auch deutlich abgewählt.