Innsbruck/Salzburg. (man) Sitzen die Grünen bald in zwei weiteren Landesregierungen? Diese Frage beschäftigte nach den Landtagswahlen in Tirol und Salzburg auch am Dienstag den Westen Österreichs. Fest steht aktuell nur eines: Die Tiroler Grünen sind einer Regierungsbeteiligung bereits ein gutes Stück näher.

Sie befinden sich aktuell bereits in intensiven Gesprächen mit der ÖVP. Fünf Arbeitsgruppen loten die Chancen für eine schwarz-grüne Koalition aus. Während die Grünen ein Team für alle Gruppen haben, wechselt bei der ÖVP die Besetzung je nach Thema.

Besonders angeregt dürfte in der Gruppe Land- und Forstwirtschaft, Umwelt, Verkehr und Energie diskutiert werden. In diesen Themenbereichen lauern die größten Meinungsverschiedenheiten. Die Themenblöcke Agrargemeinschaften, Naturschutz und Wasserkraftwerke könnten eine Koalition noch zu Fall bringen. Doch auch hier gibt es Kompromissmöglichkeiten, heißt es.

Die Salzburger Grünen besprachen am Dienstag in ihren Gremien erst einmal das überraschende Wahlergebnis. Dabei ging es vor allem um mögliche Koalitionen. Während einer Sitzungspause erklärte Landessprecherin Astrid Rössler, dass die Grünen einer Zusammenarbeit mit dem Team Stronach wenig abgewinnen können.

Wenig grüne Sympathie


für Stronach


Rössler äußerte grundsätzliche Bedenken gegenüber der Stronach-Partei im Hinblick auf deren Entstehen und dem Durchgriffsrecht des Gründers. Stattdessen wollen die Grünen mit aller Kraft eine Koalition mit ÖVP und SPÖ forcieren. ÖVP-Chef Wilfried Haslauer hat sich allerdings bereits festgelegt, kein Freund von einer Einbindung der Grünen in Schwarz-Rot zu sein. Der neue SPÖ-Chef Walter Steidl ist dem nicht abgeneigt. Erstes Ziel sei aber Regierungsverantwortung für die SPÖ. "Unsere Karten sind nicht so schlecht", sagte Steidl.