Wien. "Man kann sich als Regierung nicht gefallen lassen, 32mal vorgeführt zu werden." Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hält den Umstand, dass es beim Lehrerdienstrecht trotz 32 Verhandlungsrunden noch kein Ergebnis gibt, für "peinlich". "Das würde es im Land Vorarlberg nicht geben", sagte er zu den "Vorarlberger Nachrichten" (Samstag-Ausgabe).  Am Samstagnachmittag findet die 33. Runde der Gespräche zwischen Regierung und Gewerkschaft statt.

"Die Gewerkschaft muss endlich erkennen, dass die Zeit gekommen ist", betonte Wallner. Er habe zwar "einen Rest an Verständnis, insofern, als man ein faires Dienstrecht für die Lehrer haben will. Und dass man sich beim Einbruch von Lebensverdienstsummen schwertut, zuzustimmen, liegt auch auf der Hand."

Trotzdem kann Wallner den bisherigen Ablauf nicht nachvollziehen. "Wer kann gegen eine höhere Präsenzverpflichtung sein? Wer kann gegen höhere Einstiegsgehälter für Junge sein? Mit etwas Druck und gutem Willen müsste noch vor der Wahl ein Ergebnis erzielbar sein." Nun sollten sich Kanzler und Vizekanzler persönlich um die Sache kümmern: "Ich erwarte mir, dass das Chefsache wird."