Graz. Kein Wahlkampf ohne einen Zwischenfall wie diesen: Am Montagabend machte der FPÖ-Wahlkampftross in Graz Station. Vor rund 2000 Zuhörern sprach Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache von einem "blauen Wunder" bei der Nationalratswahl.

Mit auf dem Platz: einige Jugendliche, die ganz offensichtlich die rechte Hand zum Hitlergruß erheben. Das legt zumindest ein Foto der Sozialistischen Jugend (SJ) Graz nahe. Die SJ will nun eine Anzeige wegen der "Nazi-Gesten" erstatten. Mehrere Augenzeugenberichte sowie Fotos würden die Vorgänge dokumentieren. Von der Landespolizeidirektion Steiermark hieß es, dass Beamte keine Beobachtungen gemacht hätten, jedoch der Landesverfassungsschutz Videos und Fotos von der Veranstaltung prüfe.

"Erschrocken und empört" reagierte die Grazer Bürgermeisterstellvertreterin Martina Schröck (SPÖ). Sie meinte, dass sich Teile der FPÖ "nicht am rechten Rand, sondern mittendrin im braunen Sumpf" befinden. Die FPÖ Steiermark distanzierte sich indes von derartiger "Verherrlichung".