Das Rad der Zeit


Bei der Gentechnik vermisst sie eine sachliche Debatte wie im Deutschen Bundestag. "Ich verstehe die Vorbehalte, aber man kann Rad der Zeit nicht zurückdrehen. Man muss den Nutzen, Schaden und die ethischen Bedenken sachlich abwägen."

Im Plenarsaal sitzen die Neos neben den Grünen und haben sich bei der Angelobung sichtlich gut verstanden. Bei Punkten wie Gentechnik, Wasser oder Privatisierungen trennen sie aber ideologische Welten. "Die Grünen haben ein Problem mit Leistung und ein Problem mit Leuten, die Geld verdienen", sagt Loacker.

"Eher nicht Keynes"


Das eigene Geld kommt vor dem Steuergeld, das zieht sich durchs Neos-Programm. Deswegen stehen die Neos auch skeptisch der keynesianischen Politik gegenüber, die in der rot-weiß-roten Praxis heißt: Geht es der Wirtschaft schlecht, baut der Staat Straßen und Tunnel und kurbelt die Wirtschaft an.

"Wem hilft’s? Eine Steuersenkung hilft jedem und jeder kann mehr ausgeben", sagt Loacker.

Was die Säulenheiligen der Wirtschaftspolitik betrifft, John-Maynard Keynes, der den Staat in gewissen Zeiten als Wirtschaftslenker sah oder Friedrich August von Hayek, der das Staatsjoch abschütteln wollte, ist die Sache für alle drei klar: "Hayek!", sagt Scherak, "näher bei Hayek", sagt Loacker. "Hayek, oder auf gut Österreichisch, eher nicht Keynes", sagt Meinl-Reisinger.