Wien. Vor vier Jahren hat es nicht nur auf das Parlamentsgebäude an der Wiener Ringstraße geregnet, sondern sogar drinnen, im großen Sitzungssaal. Um eine Renovierung des Hohen Hauses wird man aber nicht bloß deshalb nicht herumkommen, im kommenden Jahr laufen etwa auch die Brandschutzbewilligungen aus, und ein Gutachten aus dem Jahr 2009 bescheinigt dem Parlament, "eine Brandfalle" zu sein.

Für SPÖ- und ÖVP-Verhandler hat die Renovierung des Hauses, die rund 500 Millionen Euro kosten soll, keine Priorität, angesichts der Budgetlücke sind bis 2018 nur 32 Millionen Euro für den Umbau reserviert. In der Präsidiale am Montag stellten sich aber alle Parlamentsfraktionen hinter den Plan zur Renovierung, die. Baubeginn sei ohnehin frühestens 2017, betonte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer.

Bis Weihnachten will Prammer den Parteien Projektinformationen mit sechs Varianten vorlegen, gleichzeitig werden diese auch öffentlich gemacht. Im Jänner soll dann - "hoffentlich", wie Prammer sagt - eine Grundsatzentscheidung getroffen werden.