Wien. Vergangene Woche sprach sich die steirische SPÖ-ÖVP-Koalition für ein totales Rauchverbot in der Gastronomie aus. Laut einem Bericht der Gratiszeitung "Heute" (Freitagsausgabe) wollen auch die Koalitionsverhandler von SPÖ und ÖVP das Rauchen in Lokalen verbieten. Das Gesundheitsministerium dementierte am Freitag eine diesbezügliche Einigung.

Fakt sei, dass sich "Minister Stöger immer schon für ein generelles Rauchverbot eingesetzt hat", sagte Lisa Fuchs, Pressesprecherin von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ). Allerdings "kann man den Verhandlungen nicht vorgreifen". "Eine Einigung zu einem totalen Rauchverbot gibt es definitiv nicht", so Fuchs.

Die FPÖ sprach sich am Freitag in einer Aussendung gegen ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie aus. "Ein Totalverbot ist nichts anderes als willkürliche Schikane gegen Wirte und Gäste", so FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky. Ablehnung signalisierte vergangene Woche bereits die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, hat Österreich ein großes Problem mit jugendlichen Rauchern. Demnach greifen 25 Prozent der 15-Jährigen zumindest einmal pro Woche zum Glimmstängel, bei den Mädchen sind es sogar 29 Prozent.