Wien. Die Verluste der Vienna Insurance Group (VIG) im Rumänien-Geschäft und in der Autosparte der Tochter "Donau" in Italien ziehen personelle Opfer auf höchster Ebene nach sich. "Im Hinblick auf die deutlich negative Entwicklung" dort nimmt VIG-Vorstand Franz Kosyna den Hut und scheidet mit Jahresende aus der Chefetage der börsenotierten Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe aus. Der 59-jährige Jurist ist seit 1983 im Konzern tätig, war von 2009 bis 2012 Chef der Donau und gehört seit 2011 dem Vorstand an.

Weiters hat auch VIG-Vorstands-Stellvertreter Roland Gröll per 31. Dezember 2013 seine Funktion zurückgelegt, teilte der Konzern am Mittwochabend mit. Gröll ist auch Vorstand in der VIG-Tochter Donau.

Ab 1.1.2014 gehören dem VIG-Konzernvorstand daher an: Generaldirektor Hans-Peter Hagen als Vorstandschef, Finanz-Vorstandsdirektor Martin Simhandl, Vorstandsdirektor Franz Fuchs, Vorstandsdirektor Peter Höfinger sowie die Stellvertretenden Vorstände Martin Divis und Judit Havasi.

Ein Drittel weniger Gewinn


Am Donnerstag legt die VIG ihre Neunmonatszahlen vor. Im Lichte der Rumänien-und Italien-Verluste erwarten Analysten der Erste Group und von Kepler Chevreux für die ersten neun Monate
des laufenden Geschäftsjahres im Schnitt einen Nettogewinn von 213,70 Millionen Euro, das sind minus 37 Prozent im Vergleich zu den 341,40 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums.

Schon am 11. November hatte die VIG mit einer Gewinnwarnung überrascht. Für das Gesamtjahr seien "Volatilitäten im Ergebnis" zu erwarten, hieß es. Dabei wurden bereits im 1. Halbjahr für Rumänien Firmenwertabschreibungen von 75 Mio. Euro in Nicht-Leben sowie Vorsorgen im Nicht-Leben-Geschäft von 15 Mio. Euro vorgenommen.