Die Verbesserung der Bildung gehört zu den Hauptthemen, die Politiker ständig im Mund führen. Es gibt angeblich fast nichts anderes, um das sie sich mit dem gleichen Einsatz abmühen. Es genügt aber nicht, nur Tatendrang zu signalisieren und irgendwelche beliebige Reformen einzuleiten. Denn sonst scheitert man nicht nur an den bösen Blockierern, die andere politische Konzepte verfolgen, sondern auch am Missverhältnis der eingesetzten Mittel zu den greifbaren Erfolgen. Das bemängelt zumindest der Rechnungshof an der Einführung der Neuen Mittelschule, wo er viel Geld für ein unzureichend durch wissenschaftliche Evaluation begleitetes, offenbar vor allem durch ideologischen Eifer veranlasstes Projekt in den Sand gesetzt sieht.

Aber vielleicht geht ja die Rechnungshof-Kritik in der Freude über das leicht verbesserte Ergebnis beim jüngsten Pisa-Test unter. Wenn wir diesen Test schon gar so ernst nehmen, sollten wir vermutlich über den Aufstieg ins Mittelfeld wirklich jubeln: So gut - oder so wenig schlecht - wird Österreichs Schule in Zukunft kaum wieder abschneiden, wenn es sich weiterhin mit Scheinmaßnahmen zufrieden gibt, die weder fachlich fundiert noch von einer breiten Mehrheit getragen sind.

Wirklich in die Zukunft weisende Reformen stehen aus. Ein Lehrerdienstrecht durchzusetzen, das eine ganze Berufsgruppe, deren Leistung vor allem auf Motivation beruht, frustriert und demotiviert, lässt sich, wenn überhaupt, höchstens als - wenig sinnvolle - Sparmaßnahme verkaufen, aber keineswegs als positiver Input in das Bildungssystem.