Wien. Die Bostoner Universität Harvard ist laut dem "Times Higher Education World Reputation Ranking" das Bildungsinstitut mit dem weltweit größten Ansehen, Europa ist in dieser Liste im Hintertreffen, sieht man von den beiden renommierten britischen Universitäten in Cambridge und Oxford ab. Die ETH in Zürich konnte sich aber immerhin um einige Plätze verbessern und stieg von Rang 22 auf 16 auf. Allerdings ist auch zu bedenken, das etwa die Harvard University über das Budget aller 21 Universitäten in Österreich zusammen verfügt.

Österreich ist im Ranking mit zwei Universitäten in den Top-200 vertreten, der Uni Wien sowie der TU in Wien. Sie rangieren allerdings im hinteren Bereich, wobei die Universität Wien im Vergleich zum Vorjahr von den Plätzen 100 bis 110 auf die Plätze 110 bis 120 zurückfiel (ab Platz 51 wird in Zehnergruppen gereiht, Anm.). Der Rückfall sei jedoch "nicht dramatisch und reflektiert eher den Umstand, wie eng die Unis am unteren Ende der Tabelle beieinanderliegen", sagt Phil Baty, der Herausgeber dieser Rangliste.

Die Wertung basiert auf Antworten von rund 10.500 erfahrenen Wissenschaftern aus mehr als 150 Staaten, die in ihrem Forschungsfeld die bis zu 15 besten Universitäten angeben sollten. Gemessen wird damit also ausschließlich das Prestige in der akademischen Welt.

Große Sprünge

Die Rangliste ist eine Art Spin-off des vom selben Herausgeber jährlich publizierten "World University Ranking", in dem unter anderem auch Messungen aus den Bereichen Forschung, Lehre, Zitierungen und Internationalisierung in die Bewertungen einfließen, jedoch werden keine qualitativen Beurteilungen von Publikationen vorgenommen.

Nicht zuletzt deshalb werden diese Ranglisten von den Universitäten selbst kritisch gesehen, zumal es gerade im Mittelfeld und darunter aufgrund der geringen Punkteabstände jedes Jahr zu größeren Sprüngen kommt - nach oben wie nach unten.