Harald Vilimsky

Porträt

Der 47-jährige Harald Vilimsky arbeitet seit Jahren für Strache. Erst in der Wiener Landesorganisation, seit 2006 als Generalsekretär der Bundespartei. Bei der Präsentation der "Doppelspitze" hatte Strache noch vom "Libero" Mölzer gesprochen, Vilimsky solle den "Mittelstürmer" geben. Jetzt wechselt der Wiener in die Rolle des Kapitäns.

Vilimsky wird von den Medien gerne als Straches "Mann fürs Grobe" bezeichnet, wohl auch in Abgrenzung zu seinem Co-Generalsekretär Herbert Kickl, der als der Stratege und Macher im Hintergrund gilt.

Als akademisch geprüftem PR-Berater (1990) obliegt ihm die Medienarbeit in der Partei. 1991 wurde er Pressereferent im FPÖ-Parlamentsklub. 1996 wechselte er in derselben Funktion ins Wiener Rathaus. Ab dann hatte er politische Funktionen, in Wien Mariahilf, Landespartei der Wiener FPÖ, Mitglied im Landes- und Bundesparteivorstand und schließlich Genralsekretär.

Ideologisch wird ihm freiheitliche Sattelfestigkeit attestiert. Dass er in den 1980er Jahren in der Zeitung "Der Völkerfreund" der "Sonne des Deutschtums" huldigte, bezeichnete er später als "poetische Jugendformulierung", meinte aber auch noch 2009 in der "Presse": "Ich stehe zu jedem Satz, den ich geschrieben habe." Die FPÖ bezeichnet er als "Mitte-Rechts"-Partei.

Privat ist von Vilimsky überliefert, dass er per Motorrad die Sahara durchquerte. Er ist verheiratet und Vater einer Tochter.