ÖH fordert verpflichtende Offenlegung der Drittmittel

Sie fordert, Hochschulen müssten ihre Drittmittelgeber bekanntgeben. Außerdem wünscht sie sich die Debatte über die Einrichtung von Kommissionen, die Forschungsbestrebungen etwa auf eine mögliche militärische Verwendung prüfen. An der Universität für Bodenkultur arbeiten Wissenschafter derzeit an der Erstellung einer Charta, in der ethische Grundsätze definiert werden sollen. Diskutiert wird vor allem, ob es generell verboten werden soll, von einer militärischen Einrichtung Forschungsgelder anzunehmen.

In Deutschland haben Universitäten in Kassel, Freiburg und Emden/Leer jüngst eine Zivilklausel eingeführt, die Hochschulmitglieder auf friedliche Forschung verpflichtet. Die österreichischen Hochschulen betonen, sie würden mit den Pentagon-Geldern lediglich im Bereich der Grundlagenforschung arbeiten und keine Rüstungsforschung betreiben - bei dem größten Projekt handelt es sich etwa um Brustkrebsforschung. "Es kann nicht sein, dass die Brustkrebsforschung in Österreich vom Pentagon abhängig ist", sagt Maurer. Es brauche "mehr öffentliche Finanzierung, mehr Transparenz und mehr Kontrolle, damit die Unabhängigkeit der Universitäten gewährleistet ist. Welche konkreten Mechanismen eingesetzt werden sollen, muss erst diskutiert werden."