Wien. Der von NEOS-Spitzenkandidatin Sabine Scheffknecht im APA-Interview geäußerte Wunsch, nach der Wahl einer Landesregierung in Vorarlberg anzugehören, missfällt der derzeit allein regierenden ÖVP. Für Klubobmann Roland Frühstück ist es "definitiv zu wenig, über eine Regierungsbeteiligung zu fabulieren", ohne dass man überhaupt wisse, wofür die NEOS stünden.

"Wir wollen unser Wasser und unsere Energiezukunft nicht an Private verkaufen. Wir sind nicht bereit, wie die Neos-EU-Abgeordnete Mlinar, über Fracking auch nur nachzudenken. Wir werden auch nicht in den Neos-Fan-Klub für ein Freihandelsabkommen mit den USA eintreten," betont Frühstück in einer Aussendung "die hohen ideologischen Hürden für eine solche Konstellation".

Beim Urnengang am 21. September wird sich nun erstmals eine NEOS-Landespartei mit den anderen Fraktionen messen müssen. Nach Streitereien um die Listenplätze ist man mit Chris Alge einen der bekanntesten NEOS des Ländles losgeworden und es muss mit Sabine Scheffknecht eine nicht allzu vielen Vorarlbergern vertraute Neo-Politikerin die Kastanien aus dem Feuer holen. Allein lässt man sie dabei allerdings nicht. Parteichef Strolz wird so oft wie kein anderer Spitzenpolitiker aus dem Bund Vorarlberg in den kommenden Wochen bereisen.