Holzinger hat Bundeskanzler Werner Faymann und den Präsidenten des Bundesrates Erwin Preiner (SPÖ) in einem Schreiben informiert, dass zwei Verfassungsrichter zu ernennen sind. Für Spielbüchlers Nachfolge hat die Bundesregierung das Vorschlagsrecht, für Hellers der Bundesrat - wobei beide von der SPÖ in den Gerichtshof geholt wurden. Ernannt werden Verfassungsrichter vom Bundespräsidenten.

Holzinger ersucht in seinem Schreiben, Bewerber zu berücksichtigen, die ohne längere Einarbeitungszeit als Ständige Referenten - diese bereiten Entscheidungen des VfGH vor - einsetzbar sind, berichtete VfGH-Sprecher Christian Neuwirth.

Mit diesen beiden Postenbesetzungen beginnt eine umfassende "Verjüngung" des VfGH: Bis 2012 werden fünf weitere Verfassungsrichter die Altersgrenze erreichen - womit binnen vier Jahren insgesamt sieben von zwölf Posten neu besetzt werden.