Wien. Die Vorsorge des Innenministeriums bezüglich der Flüchtlingsunterbringung über Weihnachten hat offenbar geklappt. Wie Alexander Marakovits, Sprecher des Ressorts, mitteilte, mussten keine Notmaßnahmen wie die Errichtung von Containerdörfern oder Zeltstädten ergriffen werden.

Dass die Riedenburg-Kaserne in Salzburg nun doch nicht schon über Weihnachten bezugsfertig wurde, fiel dabei nicht ins Gewicht. Die Unsicherheit bezüglich des Standortes war vorher schon einberechnet worden. Geholfen haben dürfte, dass der Zustrom der Asylwerber während der Weihnachtsfeiertage ein wenig zurückging. Zuletzt wurden 100 Flüchtlinge pro Tag gezählt. In den Wochen davor waren fallweise mehr als 200 Asylsuchende in Österreich eingetroffen.

Kapazitäten aber ausgeschöpft

Ob man mit den vorhandenen Kapazitäten auch bis zum Ende der Ferien auskommt, ist nicht fix. Zwar geht man im Innenministerium davon aus, jedoch könnte ein überraschend großer Zustrom während der nächsten zwei Wochen neuerlich Probleme bereiten, umso mehr, als die Kapazitäten bis hin zu Polizei-Turnsälen bereits ziemlich ausgeschöpft sind. Die Länder haben sich erst für Ende Jänner verpflichtet, ihre Unterbringungsquoten zu 100 Prozent zu erfüllen. Neben dem Vorzeigeland Wien hatten zuletzt nur Niederösterreich mit dem weiter sehr stark belegten Erstaufnahmezentrum Traiskirchen sowie die Steiermark ihre Quoten erbracht.