Wien/Aurora/Ried im Innkreis. Auch Frank Stronachs kanadischer Autozulieferer Magna soll vom Eurofighter-Gegengeschäft profitiert haben, berichtet das Nachrichtenmagazin "News". In der Vergangenheit hatte ja Stronach immer wieder beteuert, dass seine Firma nicht am Eurofighter-Geschäft verdient habe.

Nun ist aber eine Liste mit etwa 280 Firmennamen rund um den Eurofighter-Deal aufgetaucht. Wie das Magazin berichtet, sollen vor allem drei Firmen beim Milliarden schweren Kauf der Kampfflugzeuge profitiert haben: der deutsche Lkw-Hersteller MAN, der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC und der kanadische Autozulieferer Magna. Die 280 Firmen sollen Gegengeschäfte im Wert von 3,32 Milliarden Euro abgerechnet haben.

Magna soll 100 Millionen verdient haben


Laut jener Liste, die "News" vorliegt, soll der Magna-Konzern insgesamt 100 Millionen Euro am Eurofighter-Gegengeschäft verdient haben. Überraschend ist das deshalb, weil Stronach immer wieder abgestritten hatte, dass sein Unternehmen hier profitiert habe.

In der Vergangenheit war immer wieder darüber spekuliert worden, ob und in welchem Umfang der Autozulieferer vom Eurofighter-Geschäft profitiert hat. Schon 2007 hatte der ehemalige Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) vor dem Eurofighter-U-Ausschuss ausgesagt, dass Magna zwischen 2003 und 2005 Gegenschäfte in der Höhe von 195 Millionen Euro abgerechnet und damit "sicher keinen Verlust" gemacht haben soll. Auch die Staatsanwaltschaft Wien hatte sich für die Magna-Aktivitäten rund um den Kauf der 18 Eurofighter Typhoon interessiert. Vor demselben Untersuchungsausschuss hatte Magna-Boss Stronach noch heftig abgestritten, dass seine Firma am Eurofighter-Deal verdient habe.