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Wien. (ede) Andere Länder, andere Ferienregelungen: Während in Österreich Beginn und Ende der Sommerferien in Stein gemeißelt sind, gibt es in Dänemark lediglich einen gesetzlich vorgegebenen Starttermin. Heuer ist dies der 27. Juni. Die Dauer der Sommerferien können die Schulen selbst festlegen.

Einen Sonderfall stellt auch Bulgarien dar: Dort ist die Dauer der Schulferien je nach Schulstufe unterschiedlich - die Jüngsten haben sogar bis zu 16 Wochen frei, Ältere dagegen elf bis 13 Wochen.

Mit neun Wochen Sommerferien liegt Österreich im europäischen Mittelfeld, wie ein Blick in die Bildungsdatenbank Eurydice zeigt. Die Schüler im Baltikum und in den südlichen Ländern haben die längste Pause. Österreich ist auch relativ spät dran: Wenn in Ostösterreich am 3. Juli der letzte Schultag auf dem Programm steht, sind die Schüler in den meisten anderen Staaten bereits nicht mehr in den Klassen. Den frühesten Ferienbeginn gab es in den bulgarischen Volksschulen sowie in Finnland (Ende Mai). Ferien haben jetzt außerdem schon die Schüler in Estland, Griechenland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Norwegen, Portugal, Rumänien, Schweden, der Türkei, Ungarn sowie in der deutschen Hauptstadt Berlin.

Herbstferien zum Ausgleich kurzer Sommerferien

Auf die längsten Sommerferien kommen die Kinder in der Türkei, Estland und Lettland mit 13 Wochen, ihre Kollegen in Italien (je nach Region) und Griechenland mit zwölf bis 13 Wochen sowie die Portugiesen, Malteser und Rumänen mit zwölf Wochen.

Die stärksten regionalen Staffelungen gibt es in Deutschland und der Schweiz: In Deutschland, wo die Schulferien nach dem "Hamburger Abkommen" vom 28. Oktober 1964 geregelt sind, schließen die Schulen nach der Zeugnisverteilung im Regelfall für sechs Wochen. In der Schweiz reicht die Spanne von drei Wochen im Kanton Aargau (wobei hier bezirksweise weitere Ferien festgelegt werden können) bis zehn Wochen im Tessin. In vielen deutschen Ländern und Schweizer Kantonen gibt es als Ausgleich Herbstferien. In Deutschland hießen sie früher auch Kartoffelferien: Die Kinder bekamen zur Kartoffelernte schulfrei.

So uneinheitlich die großen Ferien in den europäischen Ländern auch geregelt sind: Bei den Zeugnisnoten sind die Unterschiede noch krasser. Eine kleine Auswahl: In Deutschland reicht die Skala von 1 ("sehr gut") bis 6 ("ungenügend", in der Schweiz ist umgekehrt 6 die beste, 1 die schlechteste Note. In Italien bewerten die Lehrer mit Noten von 0 ("non classificabile", nicht bewertbar) bis 10 ("ottimo" oder "eccellente", ausgezeichnet), in Lettland wiederum von 10 (ausgezeichnet) bis 1-2 (sehr schwach).