Wien. Nach dem Wechsel zweier weiterer Team Stronach-Abgeordneter haben die Grünen ihre Warnung vor einer schwarz-blauen Mehrheit im Nationalrat bekräftigt. Bundesparteichefin Eva Glawischnig sieht Bundespräsident Heinz Fischer in der Pflicht: Sollte es durch weitere "Einkäufe" so weit kommen, dürfe er ÖVP und FPÖ nicht mit einer Regierungsbildung beauftragen.

Wenn ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka seine "Einkaufstour" fortsetze, besteht die Möglichkeit einer schwarz-blauen Mehrheit im Parlament. "Ein fliegender Wechsel ist in Österreich nicht ausgeschlossen und auch per Verfassung möglich. Allerdings wäre das nicht eine gewählte Mehrheit, sondern eine gekaufte", so Glawischnig.

Sie fordert, dass der Bundespräsident eine solche Mehrheit nicht mit der Regierungsbildung beauftragt: "Wir verlangen Widerstand gegen eine mögliche gekaufte schwarz-blaue Mehrheit." Fischer soll daher festhalten, dass er dies ohne Wahl - und damit eine demokratische Legitimation - nicht machen würde, erklärte die Grünen-Chefin.