Wien. Der Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) hat bei einem "Vernetzungstreffen" von über 80 Bürgermeistern im Tiroler Alpbach erneut scharfe Kritik an der Asylpolitik der Regierung geübt. Während in vielen Gemeinden Quartiere leer stünden, "liegen bei mir 800 Menschen im Dreck", sagte Babler zur APA. Das sei der Stand per gestern an obdachlosen Flüchtlingen.

  Derzeit seien 4.000 Menschen im Erstaufnahmelager in Traiskirchen bei einer Kapazität von 480. Traiskirchen sei der Ort, "wo alles schief geht in dieser Republik". Das heutige Treffen von Bürgermeistern sei daher umso wichtiger, um Bewusstsein zu bilden und diesen "Spirit nach außen zu tragen, sodass alle die menschliche Haltung sehen".

  Auch der Villacher Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) betonte im APA-Gespräch die Wichtigkeit des Treffens. "Wenn man sieht, wie viele was tun, dann soll das auch andere motivieren, die bis jetzt noch nichts getan haben in ihren Gemeinden." Von Großquartieren hält Albel aber nichts, er sei für mehrere kleine Quartiere.