Wien. (fib) Mehr Kommunikation nach außen, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, neue Stipendien: Edeltraud Hanappi-Egger, die neue und erste Rektorin der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien, hat ihre Vorhaben für die kommenden vier Jahre präsentiert. Aus finanzieller Sicht werden es "angespannte Zeiten werden", sagte sie am Montag: Da das mit dem Wissenschaftsministerium ausverhandelte Budget für die Finanzierung aller Vorhaben nicht ausreicht, wird nun geprüft, wo es Einsparungsmöglichkeiten gibt - etwa im Eventmanagement - und wo zusätzliche (Dritt-)Mittel lukriert werden können. Investitionen in Forschung und Entwicklung zurückzufahren, ist für Hanappi-Egger jedenfalls keine Option.

Hanappi-Egger will bei der Leistungsbeurteilung künftig nicht nur den Forschungsoutput, sondern auch die Rahmenbedingungen mit in Betracht ziehen. Waren Wissenschafter in der Lehre, der Zivilgesellschaft oder in der Forschungskommunikation aktiv, soll das bei Berufungen oder Evaluierungen berücksichtigt werden. Als Vorbild gelten Modelle aus Australien. Als erste Maßnahme für mehr Diversität an der WU sollen ausgewählte Schulen eingeladen und besucht werden. Zudem kündigte Hanappi-Egger Stipendien für sozial schwache, hochbegabte Studierende. Welche Möglichkeiten das neue Stiftungsrecht bringen wird, konnte Hanappi-Egger nicht einschätzen.

Uni-Budgets ausverhandelt

18 von 21 Unis und die Donau-Uni Krems haben die Leistungsvereinbarungen, die Budget-Verträge für 2016 bis 2018, unterschrieben. Noch nicht abgeschlossen sind die Verträge mit der Medizin-Uni Wien, der Uni Linz und der Universität für Angewandte Kunst. Dafür bleibt noch bis Jahresende Zeit. Insgesamt beträgt das Uni-Budget der kommenden drei Jahre 9,73 Milliarden Euro.