Wien. Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) rechnet damit, dass noch vor Weihnachten Klarheit herrschen wird, in welcher Form Österreich Frankreich nach den Terror-Anschlägen in Paris Beistand leisten wird.

Aus Militärkreisen heißt es, dass das Bundesheer die Franzosen in Mali mit Transportflügen mit der C-130 "Hercules" unterstützen dürfte.

Österreich ist jetzt schon im afrikanischen Mali aktiv, derzeit nehmen sechs Personen an einer EU-Trainingsmission (EUTM) dort teil. Ab Februar sollen außerdem 15 Bundesheer-Soldaten an der UNO-Mission MINUSMA teilnehmen. Zuletzt hatte Deutschland angekündigt, bis zu 650 Soldaten nach Mali zu schicken, um Frankreich für den Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) zu entlasten.

Der österreichische Beitrag wird eher nicht Richtung Aufstockung gehen, da die quantitativen Kapazitäten begrenzt sind. Verteidigungsminister Klug sprach gegenüber Journalisten im Rahmen eines Weihnachtsbesuchs bei den österreichischen Truppen in Bosnien von einer Unterstützung im Bereich Logistik und Transport. Das werde zur Stunde geprüft. Dass es sich dabei konkret um "Hercules"-Flüge bei der Mali-Mission handelt, wollte Klug noch nicht bestätigen. Er wolle den laufenden Gesprächen nicht vorgreifen.

Derzeit koordinieren sich auf Beamtenebene Außen-, Innen- und Verteidigungsministerium. Klug erwartet eher eine militärische als zivile Unterstützung für Frankreich, eventuell auch eine Kombination aus einem Beitrag seines Ressorts und des Außenministeriums.