Der freie Hochschulzugang stellt aber auch einen Wert in einer Gesellschaft dar. Wollen Sie diesen Wert abschaffen?

Die Frage ist, wie viele Menschen ihn sinnvoll nützen. Die Mehrheit der Jungen kommt hat oft nur vage Vorstellungen von ihrem Fach. Idealerweise sollte man das Bachelor-Studium umstellen, denn was wir jetzt haben ist Bologna, wie es Österreich interpretiert: Man ist de facto gezwungen, einen Master zu machen, damit man nicht aus dem System fällt. Besser wäre eine Liberal Arts-Option mit einem Kerncurriculum, oder alternativ eine berufsorientierte Ausbildung. Beides bringt Bachelor-Absolventen, die vom Arbeitsmarkt aufgenommen werden sollten. Nur angehende Akademiker machen den Master. Und ab dem Master sollte der freie Hochschulzugang enden.

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Wissen: Der Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt wird 2016 laut Schätzung der Statistik Austria zum dritten Mal in Folge bei knapp über drei Prozent liegen. Nach 3,07 Prozent 2014 und 3,1 Prozent 2015 soll heuer wieder eine Forschungsquote von 3,07 Prozent erreicht werden. Die Entwicklung wird auf die Stagnation der Forschungsausgaben des Bunds zurückgeführt.

In absoluten Zahlen steigen 2016 die F&E-Ausgaben gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um 2,9 Prozent von 10,44 Mrd. Euro auf 10,74 Mrd. Euro. Das liegt allerdings unter dem Wachstum der heimischen Wirtschaftsleistung. Für heuer gehen die Statistiker davon aus, dass sich die Unternehmensausgaben auf 5,14 Mrd. Euro oder 47,8 Prozent der Gesamtsumme belaufen werden. Die öffentliche Hand trägt rund 3,83 Mrd. bei, was einen Anteil von 35,7 Prozent bedeutet. Aus dem Ausland kommen 1,72 Mrd. Euro (16 Prozent). Ursprünglich hatte sich die Regierung das Ziel gesetzt, bis 2020 die F&E-Quote auf 3,76 Prozent zu steigern.