Wien. Intensiv dürfte die Diskussion in den Gremien der Sozialdemokratischen Gewerkschafter zur Situation der SPÖ verlaufen sein. Die Vorstandssitzung am Montag dauerte wesentlich länger als anberaumt. Auch gegen Mittag war noch kein Ende der Zusammenkunft in Sicht. Zurückhaltung gab es von den Teilnehmern.

Am späten Vormittag hatte die Vorstandssitzung nach dem Präsidium der FSG begonnen. Beobachter sprachen von einer intensiven Debatte unter den Gewerkschaftern. Offizielle Kommentare gab es jedoch keine, wobei diese Meldung vor dem Rücktrittsstatement von SPÖ-Vorsitzendem Werner Faymann verfasst wurde. Für ÖGB-Chef Erich Foglar sei dies "nicht der Tag der öffentlichen Debatte". Es werde intern diskutiert. Weitere Vertreter äußerten sich gar nicht zum Verlauf der Sitzung.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid, der auch an den Gremiensitzungen der FSG teilgenommen hatte, verließ das Treffen bereits früher. "Ich sage eh nicht", verwies er auf FSG-Chef Wolfgang Katzian. Es habe allerdings "eine sehr konstruktive, sehr positive" Diskussion gegeben. Diese sei "sehr auf das Wohl und die Zukunft der SPÖ" gerichtet gewesen.

Ob es ein öffentliches Statement nach den Gremiensitzungen der FSG geben wird, war auch am frühen Nachmittag noch unklar. Möglicherweise wird es eine Empfehlung des Vorstandes an den Bundesvorstand der SPÖ geben.