Wien. Die Demonstration gegen den rechtsradikalen Aufmarsch der Identitären in Wien ist am Samstag von Gewalt überschattet worden: Weil Gegendemonstranten den Zug der "Identitären" blockieren wollten, musste laut Polizei Pfefferspray eingesetzt werden, um sie abzudrängen. Es kam auch zu Festnahmen. Deren Anzahl war vorerst unklar. Wie ein Polizeisprecher der APA sagte, soll es auch Verletzte gegeben haben.


Die Rechtsradikalen gingen gegen 15.30 Uhr den Neubaugürtel in Richtung Westbahnhof entlang. Dabei wurden sie immer wieder von Gegendemonstranten mit Plastikflaschen und Wasserbomben beworfen. Mehrmals explodierten auch Knallkörper. Die "Identitären" haben ihre Demonstration aufgrund der Blockaden kurz nach 16.00 Uhr beendet. Sie hielten eine vorzeitige Abschlusskundgebung beim Westbahnhof ab. Ursprünglich war ein Demonstrationszug bis nach Schönbrunn geplant gewesen. Auch die "Offensive gegen Rechts" erklärte ihre Gegendemonstration für beendet und sprach von einem "großen Erfolg", weil der ursprünglich geplante Demonstrationszug bis nach Schönbrunn vereitelt wurde.

Wie hoch die Zahl der Gegendemonstranten am Nachmittag war, konnte Polizei-Sprecher Thomas Keiblinger nicht sagen.