Wien. Parteien, deren Kandidatur nicht von drei Abgeordneten unterstützt wird, müssen heuer im Hochsommer Unterschriften sammeln. Denn mit dem nun fixierten Wahltermin 15. Oktober sind die Landeswahlvorschläge samt Unterstützungserklärungen spätestens am 18. August einzureichen. Gesammelt werden kann ab dem Stichtag, dem 25. Juli.

Bei der vorigen Wahl 2013 - die am 29. September stattgefunden hatte - waren alle Termine entsprechend um zwei Wochen früher. Damals galt es zwischen 9. Juli und 2. August Wahlberechtigte zur Unterstützung zu bewegen.

Nicht im Nationalrat vertretene Parteien müssen für das Antreten bei der Wahl bundesweit - richtig verteilt - zumindest 2.600 Unterschriften zusammenbringen. Für die kleinen Bundesländer (Burgenland und Vorarlberg) reichen 100 Unterschriften, in Tirol, Kärnten und Salzburg sind 200 nötig, in der Steiermark und Oberösterreich 400 und in den größten Bundesländern Wien und Niederösterreich 500.

Die Landeswahlvorschläge enthalten die Landes- und Regionalwahlkreislisten. Die Bundesliste ist bis 28. August bei der Bundeswahlbehörde einzureichen.

Wahlkarten für die Briefwahl können ab der Ausschreibung der Wahl im Bundesgesetzblatt beantragt werden. Diese erfolgt kurz nach der Auflösung des Nationalrates - die allerdings erst für die erste oder zweite Juli-Woche geplant ist, damit der Untersuchungsausschuss bis 12. Juli arbeiten kann. Denn ein U-Ausschuss muss seine Arbeit sofort mit Ausschreibung der Wahl einstellen.

Da eine Wahlrechtsänderung nicht mehr zu erwarten ist, wird die Briefwahl - wie bisher - am Tag nach der Nationalratswahl ausgezählt, und dann zwei Tage später noch die sonstigen Wahlkarten.

Der neue Nationalrat muss sich spätestens 30 Tage nach der Wahl konstituieren, also zusammentreten und die Präsidenten wählen. Der späteste Termin dafür ist Dienstag, der 14. November.