Alois Mock (1934-2017) - © Reuters - Leonhard Foeger
Alois Mock (1934-2017) - © Reuters - Leonhard Foeger

Bundespräsident Alexander Van der Bellen bezeichnete den langjährigen Außenministers Alois Mock als einen Vater des EU-Beitritts und als großen Europäer gewesen. Als Parteiobmann der ÖVP und Vizekanzler sei Mock ein auf Konsens ausgerichteter Politiker gewesen, der sich stets bemüht habe, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen.

Bundeskanzler Christian Kern sagte, mit  Mock verliere das Land einen Mann, der sich bedeutende Verdienste um Österreich erworben habe. So habe der frühere Außenminister auch einen wichtigen Beitrag für den EU-Beitritt geleistet.

Österreich verliere mit dem früheren Vizekanzler und Außenminister eine herausragende, charismatische und staatsmännische Persönlichkeit von europäischem Format, sagte Vizekanzler Wolfgang Brandstetter (ÖVP).

Mock sei gleichzeitig ein begeisterter Österreicher und ein begeisterter Europäer gewesen, der sich für ein verantwortungsvolles Miteinander eingesetzt habe, betonte Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ).

Mocks ganzes politisches Handeln sei stets in aufopfernder Weise und ohne Rücksicht auf seine eigene Gesundheit ausschließlich dem Wohl der Republik gewidmet gewesen, befand der Zweite Präsident Karlheinz Kopf (ÖVP).

Der Dritte Präsident Norbert Hofer (FPÖ) sah in Mock eine vorbildliche Persönlichkeit, die Österreichs Politik über viele Jahre geprägt habe.

Die Grüne EU-Parlamentarierin und designierte Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek zollte Mock großen Respekt für seinen europäischen Horizont, seine Weitsicht, sein Beharrungsvermögen und seine Durchsetzungskraft im österreichischen EU-Beitrittsprozess, womit er nicht zuletzt bis an die Grenzen seiner körperlichen Leistungsfähigkeit gegangen sei.

NEOS-Obmann Matthias Strolz betonte, dass Österreich einen glühenden Europäer sowie eine große Persönlichkeit mit Weitblick und Menschlichkeit verloren habe: "Wie kaum ein anderer Österreicher hat er das vereinte Europa vorangetrieben, Zäune durchschnitten und Brücken gebaut."

Für Niederösterreichs Alt-Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) hat das politische Wirken Mocks "das Blau-Gelb Niederösterreichs mit dem Blau-Gelb Europas verbunden".

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) meinte, Mock habe die Geschichte der Republik wesentlich geprägt und mitgeschrieben. Sein unermüdlicher Einsatz, seine politische Hingabe und seine Liebe zu Österreich und Europa würden unvergesslich bleiben.

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (ÖVP) betonte, es gelte Mocks Erbe "für ein starkes Österreich in einem starken Europa zu kämpfen" weiterzutragen.

Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske unterstrich, Mock sei es großteils zu verdanken, dass Österreich den Weg in die EU gefunden habe und jetzt bei den wichtigen Entscheidungen für die Menschen in Österreich und Europa dabei sei.

Caritas-Präsident Michael Landau würdigte, dass Mock trotz seiner vielen politischen Funktionen immer ein bescheidener Mensch geblieben sei.

Mock habe stets nach festen Überzeugungen und Werten gelebt, mit staatsmännischer Weitsicht gehandelt und mit Hartnäckigkeit seine Ziele verfolgt, betonte ÖAAB-Obmann August Wöginger in seiner Würdigung.